Der Tod ist das Elixier des Lebens
Irgendwann habe ich mein EGO verloren
Irgendwo treibt es sich herum und stiftet Unheil
Jetzt bin ich unterwegs es zu suchen
Je mehr der Glanz der Dinge blendet
Desto blinder wird das innere Auge des Menschen
Wer Augen hat zu sehen, der sehe
Wer Ohren hat zu hören, der höre
Peter erkennt sich als Mensch nur im Paul
Ein wahres Leben ist, sich selbst gerecht werden, ohne selbstgerecht zu werden.
Wenn du dein Innerstes öffnest, wirst du eine buntgefüllte und leidensvolle Schatzkammer von Übeln finden.
In jenen Tagen, da ich für Mainduck kochte, lernte ich einige Charakterfeinheiten des Mannes kennen. Jawohl mir ist bekannt, daß diese Hitler- Memoiren heute im Trend liegen, und many Menschen sind dagegen; wir sollten das Unmenschliche nicht vermenschlichen, sagen sie. Die Sache ist aber die, daß sie gar nicht unmenschlich sind, diese kleinen Hitlers im Stil Mainducks, und daß wir in ihrer Menschlichkeit unserer Kollektivschuld suchen müssen die Schuld der Menschheit für die Untaten menschlicher Wesen; denn wenn sie einfach Monstren wären – wenn es sich nur um King Kong und Godzilla handelte, die alles verwüsten, bis die Flieger sie niedermachen – dann wären alle anderen von uns entschuldigt.
Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun
Was wir sind und suchen können wir nicht finden. Was wir finden, sind wir nicht. Wie viel ist wohl die Stunde?
Die Menschen machen ihre Geschichte selbst. Aber hinter ihrem Rücken
Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur scheinbar.
Es ist Krieg. Und zwar der Krieg Reich gegen Arm, und wir werden gewinnen.
S´ist Krieg, s´ist Krieg
Oh Gottes Engel wehre
Und schlage du darein
S´ist leider Krieg
Und ich begehre
Nicht schuld daran zu sein
Es beherrscht euch das Streben nach mehr und mehr. Bis ihr eure Gräber aufsucht. Doch nein! Ihr werdet es wissen! Abermals nein! Ihr werdet es wissen! Doch nein! Wenn ihr es nur sicher wüßtet! Wahrlich, ihr werdet das Höllenfeuer sehen. Abermals: wahrlich, ihr werdet es mit dem Auge der Gewißheit sehen. An diesem Tage werdet ihr dann gefragt werden, was ihr aus den Gaben des Lebens gemacht habt.
Der Mensch kann zu Untier entarten, aber er kann sich auch aus dem freien Willen seines Geistes zu einem gottähnlichen Wesen wiedergebären.
Die Menschen sind so notwendig verrückt, daß nicht verrückt sein nur hieße, verrückt sein nach einer anderen Art von Verrücktheit.
Ich habe weder Angst vor Hexen noch vor Poltergeistern, Gespenstern, Prahlern, Riesen, Taugenichtsen et cetera – ich fürchte keine Kreatur außer einer: den Menschen.
Der Fortschritt: mehr Reichtum, mehr Luxus, mehr Armut, mehr Ausbeutung, mehr Zerstörung mehr Lügen und immer schneller rennen um die Position zu halten.
Zur Lösung unserer Probleme sollten wir uns „mehr mit den Formen beschäftigen, die unsere westliche Denkweise durch Überbetonung des Ich und die Ausnützung persönlicher Beziehungen entwickelt hat.“
Wie können wir ehrlich miteinander umgehen, wenn wir nicht ehrlich mit uns selbst sind?
Geisteskrankheit ist ein Unfall oder ein Irrweg auf der Suche nach sich selbst.
Der Platz an dem ich stehe ist der Mittelpunkt. Jeder von uns besitzt einen Mittelpunkt von dem er sich seit seiner Geburt mehr und mehr entfernt hat. Geboren zu werden bedeutet, den Kontakt zu seinem Mittelpunkt zu verlieren, und aus einem Kind ein Erwachsener zu werden heißt sich immer weiter davon zu entfernen. Der Mittelpunkt ist sowohl innen als auch außen. Er ist überall. Aber wir müssen uns seiner bewusst werden, müssen ihn finden und bei ihm bleiben. Denn ohne den Mittelpunkt können wir nicht sagen, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.
Ich versuche nicht, mir einen persönlichen Gott vorzustellen; es reicht aus, wenn man voller Staunen vor dem Aufbau der Welt steht, so weit sie unseren unzureichenden Sinnen erlaubt, sie einzuschätzen.
Nie sieht der Mensch die Welt mit unvoreingenommenen Blicken. Er sieht sie immer mit den Augen eines Wesens, das von einem ganz bestimmten Bestand von Sitten und Einrichtungen und von bestimmten Denkweisen geprägt wurde.
Eine Kultur ist ….ein mehr oder weniger folgerichtig aufgebautes Gebäude aus Denken und Handeln.
Entfernt von mir selbst
Find ich zuweilen mich fremd
Wer ist diese Ich?
Versuch über nahezu Nichts
Fuß aus dem Sand ziehen, Knie anwinkeln,
dann zuerst die Ferse heraus - Sandkörner rieseln den Rist hinab, verklumpen
ein wenig zwischen den Zehen, bleiben dort teilweise hängen, fallen hindurch;
das Bein nach vorne führen, Ferse zuerst wiederaufsetzen und mit der
Verlagerung des Gewichts sinkt der Fuß in den körnigen Sand bis der Widerstand
des Untergrunds, das Einsinken beendet und der gleiche Vorgang mit dem anderen
Fuß folgt
Vor ihm dehnt sich im gleißenden Licht
unendliche, unstrukturierte Weite ohne Form und Kontur. Es gibt nichts außer
Sand, Licht und ihm selbst, der unablässig Schritt für Schritt in diese
Unermeßlichkeit hineingeht und hinter sich die gleiche Unermeßlichkeit
zurückläßt. Mit zusammengekniffenen Augen starrt er in diese Weite, obwohl es
nichts zu sehen gibt außer Licht und Sand und ebensogut könnte er die Augen
geschlossen halten , war doch niemals, so lange er zurückdenken kann, in seinem
Gesichtskreis etwas anderes erschienen als glitzernder Sand und blendendes
Licht, das in die Augen sticht und dort und im Kopf einen brennenden,
immerwährenden Schmerz verursacht. Aber nichts könnte ihn davon abhalten, die
Augen - zu schmalen Schlitzen zusammengezogen - ständig offenzuhalten, denn
auch wenn eine Änderung nahezu unmöglich ist,daß und außer Sand und Licht
irgendetwas auftauchen könne, will er keinesfalls der Möglichkeit Raum geben,
daß etwas Außergewöhnliches - und wenn überhaupt nichts passiert, ist die
kleinste Veränderung etwas außergewöhnliches - geschähe und er, die Augen aus
Hoffnungslosigkeit oder wegen der ständigen Schmerzen geschlossen, es nicht
bemerken würde. Er erwartet keineswegs, daß sich eine Besonderheit ereignen und
das Einerlei von Sand und Licht durchbrechen könne, ja nicht einmal etwas wie
eine Erwartungshaltung oder eine Hoffnung kann in seinem Bewusstsein Raum
gewinnen, ein ihm unfassbarer Trieb zwingt ihn zum Augenoffenhalten, obwohl das
Licht blendet und sich Sandkörner in seinen Augenwinkeln und an den Lidern
festsetzen. Er kann nicht anders als in diese Weite starren, ohne jede
Hoffnung, daß das Unmögliche sich doch ereigne und dieses ewige Einöde
durchbräche.
Denn soweit er sich erinnert war nie
etwas anderes gewesen als sein immerwährendes Gehen durch Sand und Licht. Nicht
einmal ein Anfang war da irgendwo in diesem unermüdlichen Fuß aus dem Sand,
nach vorne führen, aufsetzen, einsinken und dann die gleiche Prozedur mit dem
anderen Fuß. Auch wenn, er könnte nicht bestimmen wie lange er schon unterwegs
sei; wie einen Maßstab entwickeln in dieser Immergleichheit; vielleicht die
Atemzüge zählen; doch wann damit anfangen, da ein Anfang nirgendwo in Sicht,
keine Änderung zu erwarten und ein Ende nicht abzusehen. Möglicherweise hätte
das Zählen, also das Auftauchen von Zahlen überhaupt, seinem Sein etwas
hizufügen können; wäre im Grunde aber auch ohne Bedeutung, denn es änderte
nichts, weil sich sowieso nichts ändern würde, da es schon immer so gewesen war
und immer so bliebe. Das ist nun einmal seine Natur, sein Sein wie es ist,
gewesen war und sein wird.
Genau genommen ist es fraglich, ob es in
seinem Falle berechtigt ist, seine innere Bewegung als Gedanken zu bezeichnen.
Das konturlose Ineinanderverschmelzen von Licht und Sand gibt keinen Anhaltspunkt
an dem ein zusammenbhängendes Gebilde ansetzen kann. So blitzen nur
gelegentlich vereinzelte, verschwommene Ideenfunken durch sein Bewußtsein und
bevor sie sich zusammenfinden und eine bestimmte Form bilden können, zerstieben
sie in der Grenzenlosigkeit des Seins und zurück bleibt immer nur die
gleichbleibende Bewegung seiner Beine, die ihn von Nichts nach Nirgendwo
bringen. Wie auch einen Begriff bilden, wo es nichts zu greifen gibt, alles
formlos und ohne feste Gestalt.
Er empfindet dies aber nicht als Mangel,
denn jeglicher Gedanke an einen Zusammenhang, der sich logisch aus bestimmten
Vorraussetzungen entwickelt, folgerichtig fortschreitet um ein bestimmtes Ziel
zu erreichen ist ihm fremd. Sein Leben ist die Ununterscheidbarkeit des
immerwährenden Gleichseins am selben Ort, der sich trotz allen Weitergehens
nicht ändert. Es ist ihm unmöglich zu entscheiden, ob ihn seine Vorwärtsbewegung
an einen anderen Ort führt oder ob er immerzu im Kreise gehend an der selben
Stelle verharrt. Nicht nur, daß die Außenwelt hierzu keinen Anhaltspunkt bietet;
in ihm selbst taucht nie der Gedanke an Kreis oder Gerade auf; nie käme ihm in
den Sinn , daß man einen Ort von dem anderen unterscheiden, sie miteinander in
Beziehung setzen, mehrere Orte zu einer geometrischen Figur formen könne um
daraus zu ermitteln ich bin da und jenes dort; so weit in diese Richtung bis
dahin, dann jene Richtung usw. bis zur Ankunft. Die einzige Form ist sein
Gehen, doch geradedurch ihre Einzigkeit ist sie Nichts.
Die Immergleichheit von Sand und schattenlosem
Licht setzt sich in seinem Bewußtsein nahezu ungebrochen fort, eine
ewiggleiche, endlose Ununterscheidbarkeit in der die auftauchenden Gedankensplitter sofort,
wie die Sandkörner an seinen Füßen zurück in den allgemeinen Ungrund sinken,
sich ununterscheidbar mit seiner Bewegung im Sand, seinem Atem vermengen und
unwiederbringlich im gleißenden Licht verschwinden, das in seinen Augen brennt.
So bleibt jeder Moment für sich und von Erinnerung kann im Grunde genommen
keine Rede sein. Alles war und ist immer nur Hier und Jetzt, doch genau besehen
Nirgendwann und Nirgendwo und, schwimmt irgendwie in der Endlosigkeit, die kein
Gestern, kein Heute und kein Morgen kennt.
Sein Leben, sofern man das schiere
Fortbewegen Leben nennen kann, ist Schweigen. Nichts redet, er nicht, der Sand nicht,
das Licht nicht. Denn Alles ist eines und immergleich; denn der Begriff, der
dem Reden zugrundeliegt, ist Abtrennung, weist auf Unterschiede, ist Sein gegen
Nichtdasein; jenes nicht - dieses ja; hier Baum - umgewendet - dort Haus; doch
für ihn gibt es keine bestimmte Richtung; hier Sand und Licht - umgewendet -
dort Sand und Licht, ununterscheidbar, dieses ist dort, vorn ist hinten, rechts
ist links und alles eins. Kein Anhaltspunkt, keine Einzelheit, keine bestimmte
Form an der etwas festzumachen wäre, die einen Begriff fordert, sich abtrennt
und gestaltet.
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